Sternenhaufen der Plejaden im Sternbild Stier

Literatur + Nachhaltigkeit =Sternenmythen

Text und Bild gehören einfach zusammen. Zum Beispiel bei den Sternenmythen. Was war wohl zuerst da, die griechischen Mythen oder Sternbilder wie Kassiopeia und der große Bär? Der Blick in den Nachthimmel ermöglicht es auch, immer wieder die Perspektive in die Unendlichkeit des Alls zu erweitern. Der Alltag erscheint dann kleiner und vielleicht leichter.

Literatur + Nachhaltigkeit = Sternmythen. Das gilt auch für ein Thema, das in unserem zunehmend sensibleren Verhältnis zur Umwelt noch nicht so viel diskutiert wird: die Lichtverschmutzung.

Der Nachthimmel als Kulturgut

Sternenmythen verbinden vorschriftliche Erzählkunst mit einem Schatz, der die Menschheit seit Anbeginn begleitet: dem Sternenhimmel. Es gilt, den Nachthimmel als Kulturgut vor starker Lichtverschmutzung zu schützen und mit ihm unsere Gesundheit, ebenso wie die der Flora und Fauna. Weil ich große Lust habe, mich mit diese Thema zu beschäftigen, trägt mein kleines Maskottchen auch das Siebengestirn auf dem Rücken. Ich weiß, ich bin nicht die Erste, die sich mit dieser Konstellation identifiziert – aber das ist das Tolle am Anblick der Sterne. Dass er uns allen gehört.

Siebenpunkt mit Siebengestirn

Das Siebengestirn gefällt mir aus ganz verschiedenen Gründen. Jeder hat sie schon irgendwann einmal am Nachthimmel entdeckt: ein kleiner Haufen dichter Sterne, nicht weit entfernt vom roten Auge im Sternbild Stier. Laut griechischer Mythologie verbergen sich die sieben Töchter des Riesen Atlas dahinter. Aber es ranken sich noch weit mehr Geschichten die Sterne, als nur die bekannten aus Griechenland. Besonders diese Wiege junger Sterne zieht auf der gesamten Nordhalbkugel alle Augen auf sich und erregt die Fantasie. Da sind zum Beispiel die sieben Squaws, die ganz verrückt nach wilden Zwiebeln waren…

Detail aus dem Sternbild Stier: Plejaden

Die Plejaden bei den Native Americans

Sechs Squaws fanden ein Feld wilder Zwiebeln. Die schmeckten ihnen so gut, dass sie gleich am nächsten Tag wieder von ihnen essen wollten. Ihren Männern gefiel das wenig, trotzdem eilten die Frauen zum Zwiebelfeld, wann immer ihre Partner auf Jagd waren. Schon bald schoben die Männer Misserfolge bei der Jagd auf den Ungehorsam ihrer Frauen und weigerten sich fortan, bei ihnen zu schlafen. Meiner Ansicht nach war das alles eine faule Ausrede. (Vielleicht hätten die Männer ihren Partnerinnen einfach offen sagen sollen, wie unangenehm zwiebelige Küsse schmecken!) Die Frauen aber merkten bald, wie wenig sie auf ihre Männer angewiesen waren und stillten weiter ihren Heißhunger am Zwiebelfeld. Eine von ihnen nahm auch immer ihr kleines Baby mit. Als eines Tages Männer Nachhause kamen und die Zelte leer vorfanden, eilten sie ihren Frauen nach, erbost und entschlossen, ihnen die Zwiebeln auszureden.

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